ARCHIV UND MEMORABILIEN

Das Stiftungsarchiv umfasst zahlreiche Dokumente, handschriftliche Notizen, Fotos und Objekte aus dem Leben des Ehepaars Adi und Käthe Dassler sowie deren nächsten Verwandten. Diese Dokumente beleuchten auf einzigartige Weise das private Umfeld und die familiären Beziehungen der Familie Dassler sowie die Entstehungsgeschichte der Firma adidas.

Durch den sehr persönlichen Charakter der Archivalien handelt es sich um ein privates, nicht öffentliches Archiv. Bei nachweislich begründetem Interesse kann jedoch auf Teilinhalte des Archivs Einsicht gewährt werden.

Antrag auf Archiv-Einsicht

Bitte senden Sie uns eine entsprechenden Antrag per E-Mail oder auf dem Postweg zu (siehe Kontakt > Korrespondenzadresse). Ihr Schreiben sollte nebst den üblichen Angaben zu Ihrer Person und Organisation auch eine ausformulierte Begründung enthalten, weshalb Sie Einsicht ins Archiv wünschen. Jede Anfrage wird durch die Stiftung als Einzelfall geprüft und binnen 4 Wochen beantwortet.

Wissenschaftliche Details zum Archiv

Das Archiv ist nach dem Provenienzprinzip archivwissenschaftlich geordnet und verzeichnet worden. Die Historikerin und Archivarin Iris Blum hat die Archivtektonik in enger Zusammenarbeit mit Sigrid Dassler, der Tochter von Adi Dassler, und Helga Lang, ehemalige Sekretärin von Adi Dassler, entwickelt. Dabei wurden die ISAD(G)-Normen (International standards of archival description, general) angewendet. Die Archivalien wurden während der Bearbeitung entmetallisiert und in säurefreie und alterungsbeständige Materialien umgepackt sowie signiert. Das umfangreiche Material wurde mittels einer Dokumenten- und Archivierungssoftware digital erschlossen. Dies erlaubt fortan die Schonung der Originale sowie die Volltextsuche nach inhaltlichen Kriterien, insbesondere bei den maschinengeschriebenen Archivalien. Zahlreiche handschriftliche Notizen wurden transkribiert und danach ebenfalls in die Datenbank aufgenommen. 

Auch für den Fotobestand wurde eine hierarchische Tektonik erarbeitet, um die einzigartigen schwarzweissen und farbigen Fotos auf Dokumentenebene (Einzelstück) inhaltlich erschliessen zu können. Dabei wurden, so weit wie möglich, jeweils die abgebildeten Personen identifiziert und das Foto inhaltlich sowie zeitlich einem Ereignis zugeordnet. Sämtliche Fotos wurden mittels eines speziellen Hochleistungs-Fotoscanners digitalisiert und ebenfalls in die Archivdatenbank eingespielt.

Adi Mit Schuhen Vor Bus

Am Archiv mitwirkende Personen

Sigrid Dassler

ist die Initiatorin und die treibende Kraft in diesem Projekt. Dank ihres unermüdlichen Antriebs wurde nach einigen Jahren Arbeit aus einem unorganisierten Stapel von Dokumenten und Fotos ein sauber strukturiertes Archiv. Ihr Anliegen, diese Informationen und Zeitdokumente für die Nachwelt aufzubewahren, hat sie hiermit erreicht. Sie hofft, mit dieser Arbeit einen Beitrag zum Lebenswerk ihrer Eltern geleistet zu haben und der Berichterstattung in der Presse und im Internet (beispielsweise Wikipedia) zu mehr Wahrheit zu verhelfen.

Mischa Szeker

ist der Archivar der Stiftung und kümmert sich gemeinsam mit Sigrid Dassler um die Erfassung, Digitalisierung und Verwaltung der Memorabilien.  

Helga Lang

ist als langjährige Sekretärin von Adi Dassler die wichtigste Zeitzeugin für dieses Projekt. Ihr Wissen und ihre Erinnerungen waren bei der Strukturierung und Aufbereitung der Archivalien eine unermessliche Hilfe. 

Iris Blum (lic. phil. I)

ist freischaffende Historikerin und Archivarin. Sie erarbeitete zusammen mit Helga Lang und Sigrid Dassler die Archivtektonik. Durch ihre stets ruhige Art, ihren wissenschaftlichen Ansatz und dank der grossen Erfahrung trug sie wesentlich zum Erfolg des Projektes bei.